On Stage – Hardtberger Herbst 2016 – Jürgen Dietz Big Band

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Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, erst wieder Konzerte zu besuchen, wenn ich meine maßgeschneiderten Ohrenstöpsel habe – laute Beschallung tut meinem Gehör leider nicht gut -, aber das Gastspiel der Jürgen Dietz Big Band im Rahmen der vom Hardtberg Kultur e.V. (Ltg. Enno Schaumburg) organisierten, populären Veranstaltungsreihe „Hardtberger Herbst“ hatte ich seit Monaten fest in meinem Kalender notiert und wollte ich mir nicht entgehen lassen.

Also machte ich mich am Sonntagmorgen, dem 02. Oktober, mit ein paar Universal-Ohrstöpsel für Musik von Earsonics in der Tasche auf den Weg zum Kulturzentrum in Duisdorf, wo das 2015 von dem Wachtberger Saxofonisten Jürgen Dietz, dem ehemaligen Leiter der Blue Moods Big Band, gegründete Jazz Orchestra – so wurden Big Bands früher auch genannt – hören lassen wollte, was es so zu bieten hat. Die Fahrt hat sich gelohnt, denn das, was die in klassischer Big Band Besetzung spielende Formation präsentierte, hatte es wahrlich in sich.

Etwa 2 ½ Stunden lang begeisterten die Musiker die vielen Zuhörer, die es sich an den rundherum aufgebauten Tischen mit einem leckeren Kaffee,einem kühlen Bier oder einem sonstigen, von der Familie Paolo Granatello servierten Getränk gemütlich gemacht hatten, mit einem anspruchsvollen, temperamentvoll vorgetragenen Musikprogramm. Aufgeführt wurden Kompositionen von u.a. Randy Brecker, Chick Corea, Pee Wee Ellis und Stevie Wonder, sowie eigene Kreationen des 1. Trompeters der Band, Thomas Graf. Stilistisch reichte das Repertoire des 17-köpfigen Ensembles von traditionellem Big Band Swing über Latin und Funk bis Pop. Für spontanen Szenen-Applaus sorgten immer wieder die zahlreichen virtuosen Solo-Einlagen einzelner Musiker, vorgestellt von u.a. Bandleader Jürgen Dietz (as/ts), Marcus Dietz (as), Dimiter Gaitandjiev (ts), Olaf Hesse (bs), Gunnar Fischer (pos), Timm Adams, Thomas Graf und Dave Doerr (alle tr).

Ein bestens gelungener Auftritt der jungen Jürgen Dietz Big Band in der Rochusstrasse 276, der hoffen lässt, dass noch viele weitere schöne Musikspektakel folgen werden.

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