Open Spaces Nr.1 – Jazznacht in der Pauluskirche in Bonn-Friesdorf

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Am Freitagabend, dem 8. Juni fand in der Pauluskirche in Bonn-Friesdorf die Jazznacht „Open Spaces Nr. 1“ statt. Organisiert wurde die Veranstaltung im Rahmen der 7. Bonner Kirchennacht von Pfarrer Siegfried Eckert, einem bekennenden Jazz-Fan, der in seiner Kirche im Stadtbezirk Bad Godesberg regelmäßig mit großem Erfolg christlich orientierte Musikevents arrangiert – u.a. die Soul Preacher Night und die Jazzvesper – wozu jeweils sowohl sehr bekannte, wie auch weniger bekannte Künstler eingeladen werden.

Die 1. Ausgabe von Open Spaces bot den Besuchern des evangelischen Gotteshauses ein außergewöhnlich abwechslungsreiches und unterhaltsames Musikprogramm mit 5 Einzeldarbietungen (4 Bands und 1 Solist), ergänzt durch eine Jazzvesper.

Eröffnet wurde der Abend um 18 Uhr von dem Jürgen Hiekel Quintett. Zusammen mit Bandleader und Saxofonist Jürgen Hiekel begeisterten Axel Dörner (tp), Oliver Leue (p), Ralph Haspel (b) und Stephan Schneider (dr) die Zuhörer fast 1 Stunde lang mit stimmungsvollen Kompositionen von großen amerikanischen Tenorsaxofonisten, darunter John Coltrane, Dexter Gordon, Sonny Rollins und Wayne Shorter.

Jürgen Hiekel Quintett-Jürgen Hiekel LND3847(1000x667)08062018-Ausschn.-sw-Text

 

Danach folgte die Jazzvesper mit einer Predigt von Pfarrer Siegfried Eckert. Die passende musikalische Begleitung kam von Jürgen Hiekel (Saxofon) und dem bekannten norddeutschen Duo Waves mit Uwe Steinmetz (Saxophone) und Daniel Stickan (Orgel).

Nach der Jazzvesper waren zunächst leisere Töne angesagt und zwar ein Soloauftritt des Züricher Jazzpianisten Christoph Stiefel. Dabei stellte der Künstler mit viel Energie und einer fesselnden Performance seine kürzlich veröffentlichte CD „Sofienberg Spirits“ vor, die in der Sofienbergkirche in Oslo aufgenommen wurde.

Christoph Stiefel LND3890(1000x667)08062018Text-sw

 

Um 21.30 Uhr, als die Bonner Jazz-Fusion-Formation 4 Roots ins Rampenlicht trat und zu spielen begann, wurde es laut, und kam richtig Stimmung auf in der Pauluskirche! Zuhörer und Band – letztere unermüdlich angetrieben von Keyboarder Gotthard Fermor – brauchten nicht lange um miteinander warm zu werden. Nahezu sofort ging die Post ab, und manch einen hielt es mit fortschreitender Konzertdauer nicht mehr auf den Stühlen. Tatkräftig unterstützt wurde Bandleader Gotthard Fermor durch Dirk Roggendorf (g), Erik van der Rijst (b) und Holger Faßbinder dr).

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Die nächste Stunde gehörte ab 22.30 Uhr dem Trompeter Markus Stockhausen, Cross-over Pianisten Marcus Schinkel und Schlagzeuger/Multiperkussionisten Bodek Janke. Angekündigt als „Stockhausen meets Schinkel meets Janke“ präsentierten die 3 weithin bekannten Musiker ein akustisches Jazz Spektakel der Spitzenklasse mit abwechslungsreichem und effektvollem Trompetenspiel, sowie kreativen und klangvollen rhythmischen Schlagwerkaktionen, komplettiert und aufgelockert durch hervorragendes Tastenspiel auf dem Klavier.

Bodek Janke LND4083(1000x667)08062018Text-sw

 

Abschluß und 2. Höhepunkt der Jazznacht „Open Spaces Nr. 1“ war der Auftritt von Karolina Strassmayer. Die Österreicherin aus Graz – seit 2004 ist sie als festes Mitglied mit der WDR Big Band unterwegs – gilt als eine der weltbesten Altsaxofonistinnen. Im Gepäck hatte sie ihren langjährigen musikalischen Partner, den New Yorker/Kölner Jazz Drummer Drori Mondlak, den Ingolstädter Pianisten Simon Seidl und den profilierten Bassisten Martin Gjakonovski aus Skopje/Köln.
Zusammen präsentierten die 4 Musiker eine abwechslungsreiche und inspirierende melodiöse Mischung aus swingenden afro-amerikanischen und modernen, europäisch geprägten Klängen. Das gefühls- und hingebungsvoll vorgetragene Saxofonspiel von Karolina Strassmayer orientierte sich dabei stilistisch sowohl an großen Jazzsaxofonisten vergangener Zeiten, wie auch an den Kompositionen zeitgenössischer Musiker.
Höhepunkt des Konzertes war ein fulminantes, mehrere Minuten dauerndes, Schlagzeugsolo von Drori Mondlak, womit der Künstler seine Musikalität eindrucksvoll unter Beweis stellte.

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