Jazz im Biergarten – Storyille Jassband (NL)

 

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Als ich Sonntagnachmittag den Biergarten des Parkrestaurants RheinAue betrat, regnete es Hunde und Katzen, und ich hatte, ehrlich gesagt, fest damit gerechnet, dass das für heute angekündigte Konzert der Storyville Jassband aus Arnhem buchstäblich ins Wasser fallen würde, zumal nur wenige hartgesottene Freunde des traditionellen Jazz den Weg in die Rheinaue gefunden hatten, darunter auch Willi, ein leidenschaftlicher Jazzfan, der trotz des miesen Wetters aus Plittersdorf angeradelt war.

Zu meiner großen Überraschung jedoch bedeutete kurz vor 14 Uhr Bandleader Peter Dobbe – er steht bereits seit 1992 mit der Storyville Jassband auf der Bühne – seinen Musikern, ihre Plätze einzunehmen, damit das Konzert pünktlich beginnen könne.

Danach begeisterte die profilierte Formation aus den Niederlanden etwa 1 Stunde lang mit leidenschaftlich vorgetragenem, schwungvollem New Orleans Revival Jazz und beliebten Jazzstandards, die die Herzen der Anwesenden merkbar höher schlagen ließen, und mit lautstarkem Applaus honoriert wurden (auch wenig Leute können viel Lärm machen!).

Dabei bewiesen die Musiker – sowohl im Zusammenspiel, als auch bei Solodarbietungen – dass sie ihr Handwerk perfekt beherrschen. Besonders gefallen haben mir die Einlagen der Bläsergruppe mit Peter Dobbe (Posaune), Michel Muller (Trompete) und Dolf Robertus (Klarinette). Letztgenannter war für Eugène de Bruijn eingesprungen – laut Peter Dobbe der beste Klarinettist der Niederlande – meisterte aber das anspruchsvolle Repertoire mit Bravour.

Auf der Setlist des Sextetts standen Kompositionen von u.a. Louis Amstrong, Sidney Bechet, Chris Barber, Duke Ellington, Fats Waller und George & Ira Gershwin. Hierzu gehörten Mandy Make Up Your Mind, Keepin‘ Out Of Mischief, Rent Party Blues, Let Me Call You Sweetheart, The Man Love, Riverside Blues und Stevedore Stomp.

Kurz nach 15 Uhr kapitulierten die sympathischen Musiker aus dem Nachbarland letztendlich aber doch vor dem anhaltenden, starken Dauerregen, der inzwischen auch den Bühnenbereich in Teilen geflutet hatte, und brachen – mit großem Bedauern – ihr Gastspiel in der Bundesstadt vorzeitig ab. Jetzt hoffen alle auf besseres Wetter im nächsten Jahr und darauf, dass sie dann vor großer Kulisse ihr gesamtes, breites Repertoire dem Bonner Publikum werden vorstellen können.

Musiker: Peter Dobbe (Posaune/Gesang), Hein van Rooijen (Bass), Stef Geurts (Schlagzeug), Tom Stuip (Banjo), Michel Muller (Trompete/Gesang), Dolf Robertus (Klarinette).

 

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